Alles fing gestern an. Da es mir gar nicht gut ging, die Hunde aber meinten, trotzdem ihren langen Spaziergang einzufordern, fühlte ich mich gezwungen die beiden mit einem grossen Knochen zu beschäftigen. Eine gute Idee war das nicht, denn gestern Abend schon hatte Terry deswegen mächtig Durst gehabt, und musste dementsprechend auch oft pinkeln.
Ja, dann halt. War schon noch mühsam jede 2 Stunden rauszugehen, doch als sie mich gegen 4 Uhr nochmals weckte, dabei aber mega zitterte und den Anschein machte, nicht liegen bzw. schlafen zu können, wurde mir schon recht mulmig. Wahrscheinlich hat sie nicht nur ihren Knochen gefressen, sondern auch noch was von Keane seinen – kein Wunder bekommt man davon Bauchschmerzen. So ging ich nochmals raus und danach liess sich Terry auch überreden, sich zu entspannen. Um 6 Uhr am Morgen bin ich wieder von ihr geweckt worden… wieder zitterte sie, lief in der Wohnung umher und kam einfach nicht zur Ruhe :-( Also nochmals raus und dort machte sie auch noch einen hellbraunen, breiigen Haufen! Meine Alarmglocken klingelten, dass das doch was ernsteres sein musste. Also recherchierte ich noch etwas im Netz und fand heraus, dass die ganzen Symptome auf einen Darmverschluss hindeuteten. Scheisse, mir ging es in diesen Momenten noch nie so elendig, wie da. Ich rief aus lauter Verzweiflung noch jemanden aus meiner Klasse an, um mir Geld zu leihen, weil ich grad nichts Bares da hatte. Problem war nur, dass es gedauert hätte und ich erst zur Schule gemusst hätte. Zum Glück konnte ich dann aber noch meine Nachbarin erreichen, die ich heulend um Hilfe bat. Ich erklärte ihr das, und so klapperte sie telefonisch ein paar Tierärzte ab. Zum Glück gab es eine Praxis in der Nähe, die mir, bzw. eher gesagt Terry, helfen wollten. Also fuhren meine Nachbarin, Keane, Terry und ich schnellstmöglich dahin. Bei der Untersuchung beruhigte mich der Tierarzt, dass kein Darmverschluss vorliegen würde, sondern “nur” starke Verstopfungen. Ich war soo erleichtert… er gab Terry noch eine Spritze gegen Übelkeit und Schmerzen. Meine Nachbarin erklärte sich auch netterweise bereit, mir das Geld vorzustrecken. Ich kann gar nicht sagen, wie dankbar ich ihr dafür bin, denn sie hat sogar die Arbeit wegen uns sausen lassen!
Ich liess dafür die Schule sausen, aber ich konnte meine Terry doch nicht in ihrem Zustand alleine lassen. Sie war so komisch, matt und ja, einfach komisch. Nachdem wir wieder daheim waren, hat sie wenigstens schlafen können. Den Tag durch ging es ihr zwar etwas besser, aber sie war immer noch recht fertig und k.o.
Gegen Nachmittag bekam sie dann noch ein paar Tropfen, welche mir der Arzt noch mitgab, weil ich das Gefühl hatte, dass ihr immer noch nicht ganz wohl war. Paar Stunden später wagte ich den Versuch etwas länger laufen zu gehen und das tat ihr richtig gut (und auch Keane war froh, mal etwas mehr laufen zu können). Sie machte auch brav einen Haufen, hihi.
Jedenfalls habe ich nun das Gefühl, dass sie über’n Berg ist und bald wieder bereit für neue (freche) Schandtaten sein wird. Ich bin so froh, dass es ihr wieder besser geht und hoffe, dass das nie mehr passieren wird!
