Da sitze ich am Laptop und schaue ein bisschen die Crufts und was macht der gelangweilte Herr Sheltie? Er dreht sich im Kreise und versucht seinen Schwanz zu fangen?!
Der arme, unterforderte Hund! Habe dann mal den Clicker geholt und mich wieder vor dem Laptop gesetzt und etwas gewartet. Kurz darauf fing er wieder damit an! Ich also geclickt und gefreut und schwupps, wusste er, dass das toll ist und so lernte er einen neuen Trick.
Chaim hat endlich das Prinzip des Slaloms verstanden! Endlich deswegen, weil er mit dem Engerwerden der Gasse doch ein paar Probleme hatte und immer wieder aus dem Slalom herausflutschte. Bei ca. 5 cm Breite und 12 Stangen meinte er es verstanden zu haben und wurde immer schneller und schneller. Doch leider kam er dann aus dem Rhytmus und übersprang dann eine Stange oder ist ganz ausgestiegen. Natürlich habe ich die Gasse dann wieder mehr geöffnet, doch das war kein Problem gewesen. Ich entschied mich nun erstmal dazu 4 Stangen wegzunehmen und doch wieder enger zu stecken, denn so hatte er beim richtigen Abarbeiten viel früher Erfolg. Das klappte dann auch immer besser.
Nun musste ich den Slalom umstellen, da der Boden schon recht vermatscht war. Habe erst gedacht, dass ich wieder bei “0″ anfangen muss, doch ganz im Gegenteil: er raste plötzlich völlig selbstverständlich durch die sehr enge Gasse und später auch durch den fertigen Slalom :-) Geschwindigkeit kam grad automatisch hinzu und bisher liegt die erfolgsquote bei 100%. Nun werden die 4 fehlenden Stangen nach und nach drangebaut und dann hoffe ich, dass er immer weiss, was der Slalom ist.
Nun lebt Chaim schon seit 117 Tagen bei mir und Terry. Zeit für einen kleinen Rückblick. Er hat sich super eingelebt und macht uns – vor allem mir – grosse Freude. Nie hätte ich gedacht, dass das Aufnehmen eines älteren Hundes so entspannt sein kann. Die Welpenzeit mit Chaim vermisse ich eigentlich gar nicht und ich wusste ja, dass er es bei Maria, Ralf und dem ganzen Rudel gut hatte! Hier einfach mal ein paar Erkenntnisse über den goldigen Sheltiemann:
- Chaim ist ein richtiges Kuschelmonster, was manchmal schon nervig ist – und das sage ich! Dann kommt er mit seiner Nase und schaut einem ganz arm an. Natürlich darf auch er im Bett schlafen und am liebsten liegt er auf einem drauf, hihi. Wenn man also morgens aufwacht und man starr wie eine Statue ist, weiss man wieso.
- Er ist zum Glück sehr menschenfreundlich und geht recht offen auf neue Menschen zu. Insbesondere wenn er merkt, dass sich jemand mit ihm beschäftigt, geht er schleimen und springt auch mal auf den Schoss.
- Er singt sehr gern. Gut, er ist wahrlich kein Robbie Williams sondern eher ein Daniel Küblbock, aber es ist so lustig, hihi. Besonders wenn wir beide im Duett singen tönt es richtig “wunderbar”.
- Seine Auffassungsgabe beeindruckt mich jedes mal auf’s Neuste! Neues lernt er wahnsinnig schnell und er fordert es auch ein. Diesbezüglich ist er der anstrengendste Sheltie den ich bisher hatte, weil er daheim auch öfters mal anfängt zu jammern aus Langeweile. Ganz zu Beginn war das recht nervtötend, aber mittlerweile kommt es nicht mehr so oft vor.
- In manchen Situationen wird er etwas hektisch und dann merkt man auch, dass er noch sehr jung ist. Zum Beispiel lernt er gerade den Slalom. Mittlerweile sind wir bei dem Punkt angekommen, wo er leicht schlängeln muss, doch er ist dann viel zu schnell,weil er meint das verstanden zu haben, und “flutscht” schnell aus dem Rhytmus. Ansonsten ist er zu Beginn lieber etwas vorsichtiger und langsamer, als etwas falsch zu machen.
- Er ist der erste Hund mit dem ich ganz normal Ball spielen kann! Das war schon immer ein kleiner Wunsch gewesen.
- Wasser findet er im Grossen und Ganzen doch eklig. Zwar habe ich ihn bisher mithilfe des Clickers schon mit den Pfoten in flaches Wasser reinbekommen, weiter jedoch noch nicht.
- Gegenüber anderen Hunden ist er sehr sozial. Denke, das liegt auch daran, dass er in einem grösseren Rudel aufgewachsen ist und somit viel gelernt hat.
- Chaim springt liebend gern auf diverse Dinge, wie zum Beispiel Holzstämme, Steine etc. Sobald man unterwegs ist und “Hopp vor, hopp vor” sagt sucht er ein Objekt, wo er meint draufspringen zu können und rast zu diesem hin. Auch Bäume sind mittlerweile nicht mehr sicher vor ihm.
- Zudem ist er natürlich super verfressen, aber das waren bisher all meine Hunde.
Ja, das waren ein paar Worte zu Chaim. Mittlerweile habe ich mich mit dem Sable sogar auch total angefreundet und finde es sehr hübsch! Aber die stetigen Kommentare von anderen menschen, wie “Mini-Lassie” und Co. sind schon etwas nervig. Das ist bei schwarz-weissen Shelties nicht so häufig der Fall.
Heute wird Ash schon 6 Jahre alt. Unglaubliche 6 Jahre. Seit bereits 4 1/2 Jahre lebt er schon nicht mehr bei mir, dennoch denke ich so viel an ihn und mein grösster Wunsch wäre immer noch der, dass er irgendwann wieder den Weg zu mir finden wird. Ich vermisse ihn.

Heute sind Suu und ich, zusammen mit unseren Hunden, auf/beim St. Chrischona spazieren gegangen. Von dort oben hatte man eine schöne Aussicht und die Hunde jede Menge Spass in den Wäldern bzw. auf den Feldern. Doch dann fand Suu eine recht alte und vermooste Bank, auf die die Hunde grad draufsprangen. So wurde die Kamera gezückt und munter drauf los fotografiert. Einfach nur süss die Jungs ♥ Leider fehlt Terry, doch sie hatte einfach besseres zu tun, nämlich mäuseln.